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Privatkunden / 18.02.2003

Tauschbörsen-Nutzung ohne gigantische Telefonrechnungen

devolo
Mit einem Firmware-Update für ihren MicroLink ADSL Modem Router reagiert die Aachener devolo AG auf die dynamischen Anforderungen bei der Nutzung von Online-Tauschbörsen. Es stellt sicher, dass der Router eine Internetverbindung auf jeden Fall nach Beendigung der Datenübertragung trennt. Der kostenlose Download ist möglich unterDownloads.

Online-Tauschbörsen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip erfreuen sich großer Beliebtheit. Weniger erfreut sind allerdings viele Besitzer eines Routers, wenn sie am Ende des Monats eine unerwartet hohe Telefonrechnung im Briefkasten finden. Insbesondere wer keine DSL-Flatrate mit unbegrenztem Datenübertragungsvolumen nutzt, stellt sich dann die Frage, wie es zu diesen horrenden Gebühren gekommen ist? Die mögliche Ursache könnte in einer Besonderheit der Online-Tauschbörsen liegen, die unter bestimmten Umständen dazu führt, dass SoHo-Router die Internet-Verbindung nach Beendigung einer Datenübertragung nicht automatisch trennt.

"Der Grund für das Versagen des sonst wirksamen Idle-Timers ist darin zu sehen, dass die Tauschbörsen-Programme von sich aus unverlangt Datenpakete schicken", erläutert Werner Fehn, Produktmanager bei der Aachener devolo AG. Auch wenn der über den Modem-Router an das Internet angebundene User gar keine Tauschbörse benutzt, treffen auf seinem Router pro Minute um die 40 Pakete ein. Fehn: "Der dadurch erzeugte Datenverkehr scheint bei den meisten auf dem Markt befindlichen Routern zu bewirken, dass der Idle-Timeout nicht zuschlägt."

Die Aachener devolo AG bietet jetzt als erster Anbieter für seinen MicroLink ADSL Modem Router ein Firmware-Update an, mit dem dieses Problem behoben werden kann. Alle neuen Produkte des Elsa-Nachfolger sind künftig mit diesem Feature ausgestattet. Bereits ausgelieferte Modem-Router für den Home- und Small-Office-Bereich können mit einem einfachen und kostenlosen Firmware-Download entsprechend nachgerüstet werden. Es ist auf der devolo-Website unter der folgenden Adresse zu finden:Downloads. .

Im Detail stellt sich das technische Problem so dar:

1. Ein User A wählt sich beim Provider ein und benutzt ein Tauschbörsenprogramm. Die vom Provider zugeteilte IP-Adresse landet dabei als mögliche Download-Quelle in den Suchmaschinen der Tauschbörse.

2. Nutzer A trennt zwar nach erfolgtem Download seine Internet-Verbindung, doch die bis dahin gültige IP-Adresse bleibt zunächst in den Suchmaschinen stehen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass diese Information dezentral gespeichert wird und daher erst mit einer mehrstündigen Verzögerung vollständig aktualisiert ist.

3. Der Router des Users B stellt eine Verbindung zu demselben Provider her. Dabei erhält er zufällig die IP-Adresse, die zuvor der Anwender A hatte.

4. Die Tauschbörsen-Programme weiterer User sucht bestimmte Downloads und finden in den Suchmaschinen die ehemals von A genutzte Adresse, die aber nun dem Anwender B zugewiesen wurde.

5. Diese Programme bombardieren die gefundene Adresse - also den Router von B - mit Anfragen, in der Regel in UDP-Paketen.

6. Der Router antwortet auf die UDP-Pakete mit einem "ICMP-Port-unreachable", auf TCP-Pakete mit einem RST, auf Ping-Pakete mit einem "ICMP-Echo-Reply". Insgesamt gehen Daten über die WAN-Leitung des Routers, obwohl es aus dem LAN gar keine Anforderung gab.

7. Da der Router auf dem WAN-Interface Datenverkehr feststellt, wird der sonst übliche Idle-Timeout nicht wirksam, schließlich befindet sich das Interface ja nicht in der Pause. Die Verbindung bleibt unter Umständen mehrere Stunden bestehen, entsprechend hoch ist die Telefonrechnung.