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Smart Grid / 26.03.2015

devolo SmartGrid forciert Sicherheit in der Datenübertragung im Forschungsprojekt SEnCom

devolo

Das intelligente Energienetz verlangt nach einer umfassenden Datenkommunikation, bei der Sicherheit eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Projekt "Systemsicherheit von Energieversorgungsnetzen bei Einbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien" (SEnCom) stellt die devolo AG als führender Entwickler und Hersteller von Produkten zur Datenkommunikation und Datensicherheit im Smart Grid das Thema Datensicherheit in den Fokus. Ziel des Projekts ist es, die Standards und Technologien für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb bei einer Vielzahl energietechnischer Komponenten aus den Bereichen Zustandserfassung, Steuerung und Regelung zu definieren. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk technischer Hochschulen wie dem Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen University, der Hochschule Rhein-Main sowie der Hochschule Bremen und auf Industrieseite der P3 Group, entwickelt die devolo AG die Zukunftstechnologie. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Förderbekanntmachung "Zukunftsfähige Stromnetze" mit rund 1,5 Mio. Euro unterstützt.

Sicherheit als zentrale Herausforderung im Smart Grid

Eine reibungslose Datenkommunikation ist für den Betrieb des intelligenten Energienetzes essentiell: Durch die vielen dezentralen Einspeisepunkte im Smart Grid kann es zu starken Lastschwankungen kommen, wenn die einzelnen Erzeuger nicht in Bezug auf den Verbrauch in Echtzeit koordiniert werden.

Auf der Verteilnetzebene stellen sich besondere sicherheitstechnische Herausforderungen an die Kommunikationstechnologie: Häufig werden Photovoltaik-Anlagen oder Blockheizkraftwerke in privaten Haushalten genutzt, dabei sind systemrelevante Kommunikationsschnittstellen nahezu frei zugänglich.

Um einen störungsfreien Netzbetrieb zu gewährleisten, analysiert und erprobt das Projekt SEnCom die automatische Abwehr von unautorisierten Eingriffen.

Im Fokus: Sicherheit in der Verteilnetzebene

Im Rahmen verschiedener Modellversuche sollen die systemrelevanten Rückwirkungen durch Angriffe auf das Verteilungsnetz untersucht und konkrete Lösungen für eine maximale Systemstabilität erarbeitet werden. Im ersten Schritt des 2-jährigen Projekts steht die "Analyse möglicher Angriffsszenarien auf die Kommunikationsstruktur". Der zweite Schritt sieht die Konzeption sowie den Aufbau eines Demonstrators vor. Hier werden im Rahmen eines im ‘Zentrum für Netzintegration und Speichertechnologien" der RWTH Aachen University aufgebauten elektrischen Verteilungsnetzes die im ersten Schritt ermittelten, unbefugten Zugriffsversuche auf das Stromnetz getestet. Im Fokus des dritten Schritts steht die Analyse der Auswirkungen von IKT-Bedrohungsszenarien auf die Verteilnetzebene.

"devolo hat eine enorme Expertise in der sicheren Datenkommunikation im Smart Grid gesammelt", kommentiert Heiko Harbers, Vorstand der devolo AG. "Im Rahmen des SEnCom Projekts denken wir weiter und untersuchen gemeinsam mit renommierten Partnern mögliche Angriffe auf diese Technologie und die Auswirkungen auf den Netzbetrieb. Unser Anspruch ist es, mit unseren Produkten eine sichere und zukunftsweisende Lösung anzubieten."

Starke Partner für maximalen Schutz

Die P3 energy & storage GmbH übernimmt die Projektkoordination. Projektpartner sind die P3 communications GmbH, das Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen University sowie die Hochschulen Rhein-Main und Bremen. Die PSI AG beteiligt sich als assoziierter Projektpartner.

Als Hersteller von Powerline-Kommunikationslösungen steht für devolo die Systemsicherheit an erster Stelle. Insbesondere im Hinblick auf neue Produktentwicklungen; denn eine höhere Datensicherheit geht auch mit höheren Datenraten einher. Somit fällt devolo eine zentrale Rolle im Rahmen des Projektes zu.

Win-Win-Strategie für Projektpartner

SEnCom verfolgt das Ziel einer ganzheitlichen Analyse der Gefährdungspotenziale in intelligenten Netzen der Zukunft unter Einbindung der Disziplinen der Energietechnik sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Durch diese Vorgehensweise sollen technisch und wirtschaftlich sinnvolle Handlungsempfehlungen unter Berücksichtigung der netzbetrieblichen Anforderungen gegeben werden. "Wir erwarten aus dem SEnCom-Projekt zahlreiche interessante Ergebnisse, die direkt in die Entwicklung neuer Produkte der devolo AG einfließen werden. Das ist eine echte Win-Win-Strategie für alle Projektpartner.", erklärt Dr. Michael Koch, Geschäftsbereichsleiter devolo Smart Grid. "Gerade unser G3-PLC Modem 500k wird von den Erkenntnissen zu Kryptographiealgorithmen, Routingalgorithmen sowie zur zuverlässigen und echtzeitfähigen Datenübertragung auf der Verteilnetzebene profitieren." Das G3-PLC Modem 500k sorgt für eine effiziente Access-Powerline-Verbindung und nutzt das Übertragungsband zwischen 150 kHz und 500 kHz. Hier verbinden sich die Powerline-Vorteile von hoher Reichweite und idealem Datendurchsatz mit genügend Leistungsreserven für zukünftige Anwendungen.