Starkregen kann jeden treffen

Obwohl nicht nur unsere Erde, sondern auch wir selber zum Großteil aus Wasser bestehen, kann uns genau dieses oftmals zum Verhängnis werden. So gibt es allein in Deutschland jeden Tag 3.500 Wasserschäden – es entsteht somit alle 25 Sekunden ein Schaden an Hausrat und Gebäuden. Die Schäden in unserem eigenen zuhause sind vielfältig: Möbel werden unbrauchbar, wertvolle Erinnerungsstücke zerstört und die Bausubstanz kann leiden. Verursacher hierfür können unzählige Dinge von geplatzten Heizungsrohren, einer falsch angeschlossenen Waschmaschine, Starkregen oder vieles mehr sein. Statistiken besagen, dass sich rund ein Drittel der Deutschen Sorgen machen wegen Schäden, wie etwa Wasserschäden, wenn sie nicht zu Hause sind. Flusshochwasser betrifft im Regelfall nur ufernahe Gebiete. Heftige Niederschläge können sich hingegen überall in Deutschland ereignen – mit teils verheerenden Folgen.

Starkregen führt auch deshalb häufig zu hohen Schäden, weil die Vorwarnzeit sehr kurz ist.

 

Ein Rhein-Hochwasser infolge der Schneeschmelze in den Alpen lässt sich relativ gut vorhersagen. Den Anwohnern bleibt noch genügend Zeit, um sich vorzubereiten und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Anders bei extremen Wolkengüssen: Die Meteorologen wissen zwar, wann ein Tiefdruckgebiet eine Region erreicht. Wo und wieviel es genau regnet, können sie aber nicht exakt vorherbestimmen. Nicht verwunderlich ist also auch, dass sich knapp 40% sicherer fühlen würden, wenn eine Nachricht auf ihrem Mobiltelefon sie über diese Art von Vorkommnissen im Haus informieren würde.

Auch die Versicherungen haben mit Starkregen und Wasserschäden zu kämpfen. Gebäudeversicherern entstehen knapp 2,3 Mrd. Euro Kosten pro Jahr. Hatte man früher Kartoffeln und Kohlen im Keller, befinden sich dort heute versteckte Schätze in Form von Sauna, Hobbyraum oder Lagerstätte für elektronische Geräte. So erklären sich die Kosten, wenn man bedenkt, dass es in 54% aller Haushalte mindestens einmal zu Wasserschäden gekommen ist. 

Starkregen – wodurch entstehen die Gefahren?

Neben Wasserschäden, die im Haushalt selbst verursacht werden, sind Starkregen und Hochwasser häufig auftretende Ursachen von Schäden am und im Haus. Von Starkregen wird bei großen Niederschlagsmengen pro Zeiteinheit gesprochen. Der Deutsche Wetterdienst DWD warnt vor Starkregen in 2 Stufen:

 

- Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunden oder 20 bis 35 Stunden (Markante Wetterwarnung)

- Regenmengen > 25 l/m² in 1 Stunden oder > 35 l/m² in 6 Stunden (Unwetterwarnung)

Bei Starkregenereignissen entstehende Schäden werden verursacht durch:

  1. den Niederschlag selbst, wenn dieser z.B. in Form von Hagel die Regeneinläufe verstopft
  2. oberflächlich abfließendes Wasser, das in Gebäude eindringt und zudem oft Schlamm von höher liegenden Flächen in die Ortslagen bringt 
  3. die Ausuferung kleiner Gewässer 
  4. den Rückstau von Gerinnen und Bachläufen an Engstellen wie Brücken, Durchlässen und anderen besonderen Gefahrenpunkten 
  5. den Austritt wassergefährdender Stoffe aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten
  6. die Überlastung der Grundstücksentwässerung und der Kanalisation 
  7. die Beeinträchtigung des Betriebs von Kläranlagen durch Überflutung bis hin zu deren komplettem Ausfall, was -Gewässerbelastungen nach sich ziehen kann.

Meist wirken mehrere der genannten Ursachen zusammen. Ob ein Starkregen tatsächlich Schäden hinterlässt, hängt davon ab, wie schnell und vollständig die Niederschläge schadlos abfließen können. 

Das Abflussgeschehen wird durch die Wechselwirkungen vieler verschiedener Faktoren bestimmt. Dazu gehören sowohl natürliche Gegebenheiten, wie das Wasserspeichervermögen der Böden oder die zeitliche und räumliche Verteilung der auftreffenden Regenmassen, als auch vom Menschen beeinflusste Veränderungen, wie die Bebauung und Nutzung der Flächen.

Welche Versicherung zahlt für die Schäden?

  • Schäden versuchen zu vermeiden
  • Schäden am Gebäude
  • Schäden an der Wohnungseinrichtung

Grundsätzlich sollte alles unternommen werden um Schäden zu vermeiden und so gering wie möglich zu halten. Keine Versicherung kann Ihnen den ideellen Wert von Erinnerungsstücken ersetzen.

Eine Wohngebäudeversicherung deckt neben Sturmschäden auch Feuer-, Leitungswasser-, Sturm- und Hagelschäden ab. Auch die Folgeschäden sind meist mitversichert – wenn beispielsweise durch ein abgedecktes Dach Regenwasser ins Haus eindringt und Wände und Decken beschädigt. Im Fall von Starkregen aber und daraus folgenden Überschwemmungen tritt sie grundsätzlich nicht ein!

 

Wenn aber Starkregen trotz einer Rückstausicherung einen Rückstau in der Kanalisation verursacht und den Keller überflutet, hilft nur eine Elementarschaden-Zusatzversicherung weiter. Sie wird als Ergänzung zur Gebäudeversicherung und zur Hausratversicherung angeboten. Leider bekommen Hausbesitzer, die in den vergangenen Jahren fünf oder zehn Jahren einen solchen Schaden hatten, oft keinen Vertrag. 

 

Wichtig: Wenn etwas passiert ist, muss der Hausbesitzer sich kümmern. Ihn trifft die so genannte Schaden-minderungs¬pflicht. In der Praxis heißt das zum Beispiel, dass er ein durch herunter¬gewehte Ziegel entstandenes Loch im Dach oder ein vom Sturm einge¬drücktes Fenster mit einer Plane abdecken muss, damit nicht noch mehr Regen¬wasser eindringt.

Hausratversicherung. Hat ein Unwetter auch im Haus gewütet, zum Beispiel, weil eine Regenflut ins Wohnzimmer getreten ist, ersetzt die Hausratversicherung Schäden an der Einrichtung. Allerdings: Wenn der Kunde einfach nur vergessen hat, die Fenster zu schließen und ein Regenguss Teppiche und Möbel beschädigt hat, gibt es kein Geld. 

 

Nicht versichert sind hingegen Sachen, die sich außerhalb von Gebäuden befinden. Ein Kinderwagen, der vor dem Haus steht, ist zum Beispiel nicht versichert, wenn eine Sturzflut ihn mitzieht. Dasselbe gilt für Gartenmöbel, Blumenkübel oder Skulpturen: Gegenstände, die auf einer offenen Terrasse stehen, sind nicht durch die Hausrats¬versicherung geschützt.

Was zahlt die Versicherung?

Zusammen mit Ihrer Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, können Sie Ihr Haus oder Ihre Nebengebäude wie Garage oder Schuppen reparieren oder sanieren lassen, wenn sie durch Starkregen-Überschwemmungen zerstört oder beschädigt wurden.

 

Die Gebäude werden beispielsweise trockengelegt. Müssen sie im schlimmsten Fall abgerissen werden, zahlt das die Elementarversicherung ebenso wie den Bau eines gleichwertigen Objekts. Müssen Sie während der Instandsetzungs¬phase woanders wohnen, kommt die Versicherung dafür auf. Auch, wenn Sie einen Verlust von Mieteinnahmen haben.

 

Ein großes Thema ist auch der sogenannte Rückstau. Die Kanalisation kann die Wassermassen nicht abtransportieren und das Wasser sucht sich, wenn keine oder schlechte Vorkehrungen getroffen sind, eigene Wege – im unappetitlichsten Fall ins Haus und quillt aus Toiletten und Waschbecken. Richtet es Schäden an, kommt dafür die Elementarschadenversicherung auf, wenn so genannte Rückstau-Schäden explizit eingeschlossen sind.

 

Haben Sie eine Elementarversicherung als Ergänzung zu Ihrer Hausratversicherung abgeschlossen, werden alle Inhalte Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses ersetzt – auch Elektrogeräte, die Schaden genommen haben, wenn Ihr Keller vollgelaufen ist.

Praxistipps bei Starkregen

Vor dem Unwetter:

  • Nutzen Sie die WarnWetter-App des DWD um sich immer über Unwettergefahren zu informieren.  http://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_node.html
  • Drohen Regen, Hagel oder Schnee, schließt man besser die Fenster, sonst zahlt eventuell auch eine Versicherung nicht. Hier können Tür und Fensterkontakte sehr hilfreich sein.
  • Prüfen Sie Ihre Kellerfenster und Lichtschächte. Sind sie ausreichend abgedichtet? Wie verhalten sich diese bei „normalem Regen“? Nutzen sie Wassermelder um Gefahrenstellen wie Kellertüren o.ä. um über einen Wassereintritt informiert zu werden.
  • Achten Sie darauf, dass Abflüsse an Kellereingängen nicht verstopft sind.
  • Lassen Sie Rückstauventile, eine Hebeanlage oder Pumpen im Keller regelmäßig warten.
  • Ist der Gully vor Ihrem Haus frei? Sieht er verstopft aus, melden Sie das besser dem Stadtentwässerungsbetrieb. Manche Städte und Gemeinden haben dafür Mängelmelder im Internet.

Nach dem Unwetter:

  • Sichern Sie Ihr Hab und Gut auch, wenn noch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in dem Raum herrscht.
  • Dämmen Sie die Schimmelgefahr durch richtiges Lüften und verwenden sie einen Luftfeuchtemesser um die Schimmelgefahr zu reduzieren.
  • Sind Gemeinschaftsräume wie Ihre Waschküche betroffen, informieren Sie unverzüglich Ihren Vermieter. Erreichen Sie ihn nicht oder unternimmt er nichts, rufen Sie die Feuerwehr, damit sie das Wasser abpumpt.
  • Sind Möbel oder im Keller gelagerte Gegenstände beschädigt, melden Sie den Schaden Ihrer Hausratversicherung, die bei Überschwemmungen eintritt, wenn Sie eine Elementarversicherung beinhaltet.
  • Wurden Ihre Wohnung oder Ihr Keller durch einen Kanalrückstau überschwemmt, weil Ihr Vermieter das Rückstauventil nicht ausreichend hat warten lassen, können Sie Schadensersatz von ihm verlangen. 
  • Möglicherweise kommt eine Mietminderung in Betracht, wenn Sie Keller und Wohnung nicht oder nur eingeschränkt nutzen können und Ihr Vermieter nicht zeitnah reagiert. 
  • Im Notfall muss Ihr Arbeitgeber Sie freistellen. Sie dürfen zu Hause bleiben, um bei der Beseitigung von Schäden durch Starkregen an der eigenen Wohnung oder in Ihrem Keller beizutragen. 

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